Michael Suckow hat einen Metallberuf erlernt, eine Weile in ihm gearbeitet, dann ein Technikstudium begonnen – und abgebrochen, weil ihn die Kulturwissenschaften zu interessieren begannen. Das Studium der Kulturtheorie und der Ästhetik nahm er aber erst auf, nachdem er sich ein wenig in der ihm zugänglichen Welt herumgetrieben hatte. Während des Kulturwissenschaftsstudiums wurde ihm ein Kulturbegriff nahegelegt (und von ihm angenommen), der den ganz praktischen Alltag der Menschen miteinbezieht und sich nicht nur auf Kunst und Hochgeistiges kapriziert.Das mag für ihn der Grund gewesen sein, einen Job als Designwissenschaftler an der Burg Giebichenstein anzunehmen. Denn damals war es an dieser Hochschule noch die vornehmste Aufgabe, junge Menschen auszubilden, die die gegenständlichen, räumlichen und medialen Bedingungen von Alltagsleben konkret gestalten können.Diese Lebensphase liegt nun hinter ihm und er hat Zeit, als freier Autor für die eine oder andere Zeitung über Alltagskram, Ausstellungen, Fotografie, Filme und Bücher und manchmal sogar über was Politisches zu schreiben.